Windenknöterich (Fallopia convolvulus (L.) A. LÖVE)

letzte Aktualisierung 02.03.2017 - 14:23:15

Der Windenknöterich hat in letzter Zeit allgemein in Deutschland stark zugenommen – späte Stadien werden von Herbiziden nur unzureichend erfasst.

Windenknöterich im Keimblattstadium
(c) Mehrtens

Windenknöterich
Fallopia convolvulus (L.) A. LÖVE

Familie
Knöterichgewächse (Polygonaceae)

Merkmale
Keimblätter: kräftig; dunkelgrün; schmal; länglich-oval; ungleiche Blatthälften; stehen anfangs abgewinkelt zueinander
Stängel: dünn; kantig, gefurcht; knotig gegliedert; oft rot überlaufen; am Boden liegend oder windend; meist verzweigt; die Nebenblattscheide ist kurz, häutig und am Rand meist zerschlitzt; bis 1,20 m
Blätter: Primärblätter sind langgestielt und oft rötlich überlaufen; sie weisen schon die typische spitzauslaufende Herz- bzw. Pfeilform auf wie die folgenden Laubblätter, die ebenfalls gestielt, jedoch kräftig grün sind.
Blüten: weißlich-grün; in unscheinbaren Knäueln in den Blattachseln sitzend
Samen: bis 200 je Pflanze; nat. Größe ca. 4 mm x 2 mm (L x B); im Boden lang lebensfähig – über 40 Jahre

Lebenszyklus
Lebensdauer: einjährig
Vermehrung: generativ
Keimzeit: hauptsächlich Frühjahr
Blütezeit: Juli - Oktober

Verbreitung
Weltweit, besonders in der gemäßigten Zone

Bedeutung
Der Windenknöterich hat in letzter Zeit allgemein in Deutschland stark zugenommen – späte Stadien werden von Herbiziden nur unzureichend erfasst. Er schädigt hauptsächlich durch Wasserentzug und führt zur Ernteerschwernis.

Anmerkungen

Der Windenknöterich wird aufgrund seiner Blattform leicht mit der Acker- und Zaunwinde verwechselt, er windet aber nicht so stark wie diese. Im Gegensatz zur Acker- und Zaunwinde ist der Winden-Knöterich keine ausdauernde Pflanze. Er besitzt die für alle Knöterich-Arten charakteristische Nebenblattscheide (Ochrea, umgs. Tute). Tiefwurzelnd (bis 80 cm), kann deshalb Trockenperioden gut überdauern. In früheren Zeiten wurden die Früchte des Windenknöterichs als wilder Buchweizen zur Ernährung genutzt. Der englische Trivialname wild buckwheat weist auf diesen Zusammenhang hin.

Weitere Knöterich-Arten
Ampfer-Knöterich (Polygonum lapathifolium L.)
Filziger Knöterich (Polygonum tomentosum SCHRANK)
Floh-Knöterich (Polygonum persicaria L.)
Pfeffer-Knöterich (Polygonum hydropiper L.)
Vogel-Knöterich (Polygonum aviculare L.)
Wasser-Knöterich (Polygonum amphibium L.)   
Pflanzenschutzmittel gegen Windenknöterich (Fallopia convolvulus (L.) A. LÖVE)
Tags:

Ochrea

 

Wilder Buchweizen

 

Knöterichgewächse

 

buckwheat

 

Knöterich-Arten

 

Fallopia convolvulus

 

Polygonaceae

 

Polygonum convolvulus

 

Windenknöterich

 

Nebenblattscheide

 

Tute

 
Bilderserie
Windenknöterich im 1.-Laubblattstadium
Windenknöterich im 1.-Laubblattstadium
(c) Mehrtens
Windenknöterich: Junge Pflanze
Windenknöterich: Junge Pflanze
(c) Mehrtens
Blüten des Windenknöterichs
Blüten des Windenknöterichs
(c) Mehrtens
Massenaufwuchs des Windenknöterichs
Massenaufwuchs des Windenknöterichs
(c) Mehrtens